Fr, der 18. Mai 2012, 18:30

Schul-Curriculum

Di, 18. Oktober 2011, 14:05

Hier finden Sie das aktuelle Schul-Curriculum der Sekundarstufe I für das Fach Biologie. Das Schulcurriculum im Fach Biologie (G8) ist an die gültigen Kernlehrpläne angepasst.

Klasse 5
Biologie ist nach dem Wechsel von der Grundschule zur weiterführenden Schule ein für die Kinder neues Unterrichtsfach. Darum sollen die Fünftklässler zu Beginn zunächst die Arbeitsweisen dieses Unterrichtsfaches kennenlernen und seine Inhalte definieren. Dazu gehört die Handhabung eines Mikroskops genauso wie einfaches Experimentieren und die Arbeit mit Bestimmungsschlüsseln in schulnahen Biotopen. Wie wird eigentlich ein Versuchsprotokoll erstellt? Was kennzeichnet Lebewesen? Woraus sind sie aufgebaut? Was ist ein Modell? Sind diese Fragen geklärt, beginnen wir mit der ?Erforschung? der verschiedenen Lebewesen: der Mensch, die Blütenpflanze, Haus-, Nutz-, und Wildtiere.

5.1. Thema: Der Körper des Menschen und seine Gesunderhaltung Menschenkunde I

  • Bewegungssystem Knochen und Muskeln
  • die Sinne
  • Herz und Blutkreislauf
  • Atmung
  • Ernährung und Verdauung
  • 6.1. Fortpflanzung und Entwicklung zweite Halbjahr Klasse 6

Inhalte aus der Menschenkunde sprechen die Schülerinnen und Schüler unmittelbar an. Sie können Vorgänge bewusst an sich selbst erfahren und sie bekommen ein erstes Verständnis für Veränderungen, die sie am eigenen Körper erleben. Im Rahmen der Gesundheitserziehung wird insbesondere die Bedeutung einer gesunden Ernährung thematisiert, aber auch weitere Aspekte einer gesunden Lebensführung Vermeidung von Haltungsschäden, Bedeutung von Sport für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Gefahren des Nikotingenusses werden in ihren Grundaspekten besprochen. Die Aufgabe des Unterrichts ist es dabei, den Menschen in seinem körperlichen Struktur- und Funktionszusammenhang zu verstehen, zugleich aber die Ganzheit der menschlichen Existenz zu berücksichtigen.

5.2. Thema: Bau und Funktion von Samenpflanzen Pflanzenkunde

  • Grundorganisation der Blütenpflanze
  • Fortpflanzung und Entwicklung bei Samenpflanzen

Pflanzen bilden die Grundlage für tierisches und menschliches Leben. Kenntnisse über Bau und Funktion des Pflanzenkörpers sind daher schon zu Beginn ein wichtiges Unterrichtsthema. Als Einstieg dient eine Samenpflanze mit leicht überschaubarem Blütenbau. Die Bedeutung der Fotosynthese als Grundlage für tierisches und menschliches leben soll bewusst gemacht werden. Ökologische Fragestellung verdeutlichen die engen Beziehungen der Pflanzen zu ihrer Umwelt. Präparieren von Pflanzen und Experimentieren mit Pflanzen eröffnen den Schülerinnen und Schülern erste Einblicke in typische fachspezifische Methoden.

Klasse 6

6.1. Thema: Haus-, Nutz- und Wildtiere

  • Hund, Katze
  • Rind, Schwein
  • Heimische Wildtiere, an extreme Lebensräume angepasste Wildtiere


Kinder haben vielfach eine besonders starke Beziehung zu Haustieren. Hund und Katze werden zunächst in ihrer spezifischen Eigenart beschrieben, dann wird anhand von Einzelmerkmalen der Zusammenhang von Körperbau, Lebensweise und Umwelt erarbeitet.Bei der Behandlung der bedeutendsten Nutztiere wird auch die Angepasstheit der Stammform an ihren ursprünglichen Lebensraum und seine Nahrung berücksichtigt. Die Problematik der Tierhaltung und -produktion wird unter Abwägen ökonomischer und biologischer Aspekte Gegenstand des Biologieunterrichts. Diese ganzheitliche Betrachtung einzelner Tierarten wird ergänzt durch die Besprechung von Arten, welche an das Leben im Wasser Wale, Robben, in der Luft Fledermaus und im Boden Maulwurf angepasst sind. In diesem Zusammenhang wird die Problematik des Artensterbens als Folge der Umweltveränderungen durch den Menschen thematisiert.

6.2. Thema: Stammesentwicklung der Wirbeltiere

  • Fische
  • Amphibien
  • Reptilien
  • Vögel


Die drei Wirbeltierklassen Fische, Amphibien und Reptilien werden unter dem übergeordneten Aspekt des Übergangs vom Leben im Wasser zum Leben an Land behandelt. An konkreten Vertretern jeder der drei Wirbeltierklassen werden die typischen Merkmale unter Berücksichtigung der Angepasstheit an die Lebensräume erarbeitet. Insbesondere bei der Beschäftigung mit Amphibien und Reptilien werden die Schülerinnen und Schüler mit Fragen des Biotop- und Artenschutzes vertraut gemacht. Die Behandlung der Vögel konzentriert sich neben Bau und Funktion des Vogelkörpers auf einige der zahlreichen Anpassungen an den Lebensraum Greifvögel, Schwimmvögel, Klettervögel, Eulen. Am Beispiel der Vögel wird weiterhin gezeigt, welchen Einfluss der Mensch durch die Umgestaltung der Landschaft auf die Lebensgrundlagen vieler Vogelarten hat. Auf diese Weise wird ökologisches Grundverständnis vorbereitet und vertieft. Die Problematik der Tierhaltung und -produktion wird unter Abwägen ökonomischer und biologischer Aspekte Gegenstand des Biologieunterrichts. 

Klasse 7

Der Biologieunterricht in der siebten Klasse beschränkt sich auf ein Halbjahr.
Thema: Grundlagen ökologischer Beziehungen in Lebensgemeinschaften der Heimatregion

  • Beziehung Mensch-Umwelt
  • Ökosystem Wald
  • Exemplarische Vertreter der Wirbellosen Regenwurm, Insekten, Krebse
  • Moose oder Farne
  • Pilze
  • Einzeller
  • Exemplarische Vertreter verschiedener Pflanzengruppen


Bei der theoretischen und praktischen Behandlung ökologischer Inhalte geht es darum, den Schülerinnen und Schülern bewusst zu machen, dass sich Leben nicht nur auf der Ebene der Organismen äußert. Diesem Halbjahr kommt eine besondere Bedeutung für die Umwelterziehung zu. Angestrebt ist ein integrierender Ansatz der systematische, ökologische und allgemeinbiologische Aspekte miteinander verbindet und dabei feldbiologische Beobachtungen und Untersuchungen der Heimatregion einbezieht.An kleinen, überschaubaren Einzelbeziehungen zwischen Lebewesen und ihrer unbelebten Umwelt soll in ausgewählten Lebensräumen und Lebensgemeinschaften des Schulumfeldes grundlegendes ökologisches Denken entwickelt werden. Unterrichtsgänge Exkursionen mitfeldbiologischem Arbeiten liefern hierzu die notwendige konkrete Basis. Schülerinnen und Schüler erhalten einen weitergehenden Überblick über die Formenvielfalt von Lebewesen. Neben den systematischen Gruppen von Pflanzen, Tieren und Pilzen werden die Organisationsformen der Einzeller erfasst. Dabei muss eine Artenauswahl getroffen werden, die durch folgende Gesichtspunkte bestimmt wird: die besprochenen Arten sollten unterschiedlichen systematischen Gruppen angehören, von allgemeinbiologischer Bedeutung sein und einen konkreten Bezug zur Heimatregion haben. Die systematische Erarbeitung der Organismengruppen darf jedoch nicht als eine Aneinanderreihung von Formenbesprechungen missverstanden werden; neben morphologisch-anatomischen Grundfragen werden jeweils ökologische Gesichtspunkte vorrangig berücksichtig.

Klasse 9

Thema: Menschenkunde II

  • Fortpflanzung und Sexualkunde
  • Genetik und Vererbung
  • Blut und Blutgruppen
  • Nervensystem und Sinne
  • Viren und Bakterien
  • Sucht und resultierende Gesundheitsgefahren

Diesem Schuljahr kommt hinsichtlich der Gesundheitserziehung eine besondere Bedeutung zu. Es ist das Ziel der schulischen Gesundheitserziehung, dass die Schülerinnen und Schüler durch die vermittelten Kenntnisse und das Wissen über den gesunden und kranken Körper ihre eigene Gesundheit erhalten und verbessern. Dazu gehören auch Kenntnisse und zuverlässiges Wissen über die Grundlagen menschlicher Sexualität. Ein Biologieunterricht, der sich aber auf die ausschließliche Darstellung anatomischer und physiologischer Sachverhalte und Zusammenhänge beschränkt, wird dem Anspruch eines erziehenden Unterrichts im Hinblick auf die angestrebte Handlungs- und Entscheidungskompetenz der Schülerinnen und Schüler in Fragen des eigenen Sexualverhaltens nicht gerecht. Neben biologisch-medizinischen Daten sollen gleichermaßen soziale, entwicklungspsychologische, emotionale und ethische Fragen der Sexualität dargestellt und erörtert werden, damit aus einer Sexualkunde eine im angestrebten Sinne helfende, Orientierung bietende und mündig machende Sexualerziehung werden kann.Die Behandlung der Menschenkunde kommt den Schülerinnen und Schülern dieser Altersstufe entgegen, da sie in dieser Zeit in zunehmendem Maße über sich selbst nachdenken. Der Wandel vom konkret-anschaulichen zum mehr abstrakten Denken äußert sich in der wachsenden Fähigkeit einer zunehmend kritischen Selbstbetrachtung. Der Menschenkundeunterricht will diesen Entwicklungsprozess unterstützen. Schülerinnen und Schüler sollen befähigt werden, biologische Kenntnisse bei der Bewältigung konkreter Lebenssituationen einzusetzen und sachgemäß vor allem auch in humanbiologischen Fragestellungen urteilen zu können. Die Auswahl der Inhalte berücksichtigt fachwissenschaftliche Gesichtspunkte, altersspezifische Schülerinteressen wie auch gesellschaftliche Aspekte. Außerunterrichtliche Unterrichtsgänge zu Ausstellungen, Institutionen und die Einbeziehung von Fachleuten soll den Unterricht optimieren. Zu den Themen HIV-Infektion, Allergien und Sexualkunde informiert seit mehreren Schuljahren eine Ärztin des Gesundheitsamtes Aachen die Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen im Unterricht.

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